Die Erstellung des Pflichtenheftes

Word-Vorlage und Anleitung zur Erstellung des Pflichtenheftes: http://www.fachkonzept.de/downld.htm (Achtung: Nur Kapitel 1-6 sind weitgehend mit unseren Anforderungen identisch)

Deckblatt

  • Projekttitel
  • Logo
  • Projektmitglieder (LeiterIn, Verantwortlichkeiten)
  • Aktuelle Version des Pflichtenhefts
  • Ersteller/Verantwortliche®

Inhaltsverzeichnis

  • automatisch generieren

Sitzungen

  • Jedes Meeting, das im Rahmen der Erstellung des Pflichtenheftes durchgeführt wird, kurz anführen
  • Datum, Anwesende, Aufgaben/Tagespunkte

1. Offene Punkte

  • Was ist noch am Pflichtenheft zu tun?

Die Liste dient als 'Merkzettel', erledigte Aufgaben am besten durchstreichen.

2. Glossar

Im Glossar werden Begriffe/Abkürzungen erläutert, die möglicherweise
für Auftragnehmer/Auftraggeber nicht geläufig sind oder spezieller
Definition bedürfen.

Hier müssen auch Begriffe erläutert werden, die speziell für
dieses Projekt definiert bzw. eingeführt wurden.

Das Glossar sollte alphabetisch aufsteigend sortiert sein.

Begriff Erklärung
Akronym aus Buchstaben mehrerer Wörter oder mehrerer Wortteile
entstandenes Wort, das als eigenes Wort ausgesprochen werden kann.
BIT Ein Bit ist die kleinste Einheit…
SMS Short Message Service (engl. für „Kurznachrichtendienst“)
.. ..

3. Ausgangssituation

Die Ausgangssituation schildert die Lage/Probleme des Kunden und
beschreibt die Situation, die das neue Programm/Produkt ändern wird.

  • Beschreibt die Situation des Kunden/Auftraggebers HEUTE.
  • Wie arbeitet der Kunde HEUTE?
  • Welche Probleme hat er?

4. Zielsetzung

Sehr kurze Zusammenfassung des Projektziels, kann zumeist in wenigen Sätzen
erklärt werden.

Dieses Ziel darf sich während des Projekts NICHT mehr ändern, wenn
doch, muss das Projekt abgebrochen und neu gestartet werden.

Das heißt, dieses Ziel muss an dieser Stelle sehr abstrakt, ohne Details beschrieben werden.

5. Betroffene Bereiche/Personen

  • Welche Personen, Abteilungen oder auch andere Produkte sind vom Projekt betroffen?
  • Welche Änderungen ergeben sich für diese?

Das Projekt betrifft auf alle Fälle den Auftraggeber und das Projektteam. Weiter Personen sind zB Personen, die nach Projektende die Wartung für das Produkt durchführen sollen oder auch jene Personen, die das Programm bedienen, Kunden die es bezahlen usw…

Teamorganisation

Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams oder auch von externen MitarbeiterInnen sind hier anzuführen. (Organigramm, Stellenbeschreibung…)

6. Grobablauf

Grobe Skizze des Programmablaufes. Keine Details, nur eine grobe Gesamtsicht
auf das neue Produkt. Abhängigkeiten zwischen den groben Paketen sollten
ersichtlich sein.

Hier empfiehlt es sich in vielen Projekten, die Eingabemasken übersichtlich
und ohne Details darzustellen und deren Workflow zu skizzieren.

Die Masken sollten je eine eindeutige Bezeichnung haben, um in den folgenden
Kapiteln wieder auf sie verweisen zu können.

Beispiele

Beispiel 1 Beispiel 2

Beispiel - Erstellung einer Homepage

Für die Erstellung eines Webportals hat bietet sich für den Grobablauf eine sog. 'MindMap' an. Die Mindmap stellt die Struktur aller Seiten des Portals grafisch dar.

Hier ein praktisches Tool für die Online-Erstellung von MindMaps: http://www.mindmeister.com

Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3

7. Teilabläufe/Teilbereiche

Die Pakete des Grobablaufes werden hier - jedes in einem Unterkapitel - im
Detail erklärt.

Das heißt, jede Maske wird zu einem Unterkapitel.

Screenshots (Mockups) sind immer empfehlenswert. Text ist zumeist schwerer interpretierbar
als Screenshots…

Für die Erstellung von Webportalen empfiehlt es sich, die einzelnen Teilbereiche
bzw. Unterseiten jeweils in einem Kapitel des Teilablaufs unterzubringen.

Die Teilabläufe enthalten alle Punkte des Grobablaufs nur mit mehr Detailinformation.

7.1 Layout

Das Layout kann hier mittels Mockup-Screens (http://www.balsamiq.com) oder Skizzen dargestellt werden.

Wichtige Bausteine des Layouts, die beschrieben werden sollten:

  • Skizze des Aufbaus
  • Menüs (Hauptmenü, Submenüs, horizontal, vertikal…)
  • Spaltenaufbau (2-/3-spaltig…)
  • Banner

Für ein erstes Meeting mit dem Auftraggeber empfiehlt es sich, bereits Vorschläge vorzubringen oder gemeinsam mit dem Auftraggeber im Web Homepages zu suchen, die ähnlich aufgebaut sind.

Freie Templates:

7.2 Datenmodell (optional)

Das Datenmodell gibt einen Überblick über alle Entitäten/Tabellen und deren Beziehungen. Eine kurze Beschreibung jeder Entität sollte ebenfalls enthalten sein.

Bei der Realisierung eines Webportals unter Zuhilfenahme eines fertigen Systems wie zB Joomla, Wordpress, Typo3 ist das Datenmodell nur dann zu beschreiben, wenn es manuelle Änderungen/Erweiterungen in der Datenbank gibt.

7.3 Programmteile/Seiten

Bei Webportalen wird jede Seite einzeln beschrieben und mit einer Skizze dargestellt. Gleichartige Seiten können mit einer Skizze beschrieben werden. (zB 200 verschiedene Produkte)

Der genaue Inhalt (Texte, Bilder, Logo) steht zum Zeitpunkt der Pflichtenhefterstellung meist nicht fest und wird erst später festgelegt.

8. Anforderungen

Technische Anforderungen

  • Welche Hard-/Software-Anforderungen bestehen?
  • Welche Umgebung wird vorausgesetzt? (Internetanschluss? Netzwerk…?)
  • Welches Betriebssystem? (Linux, Windows 98, Windows Vista?)
  • Welche Browser? Plugins? Frameworks? (Java, .net, Silverlight, Flash…)
  • Welche Programmiersprache wird verwendet (PHP, C#, Visual Basic…)
  • Welche Datenbank steht zur Verfügung (Oracle, Microsoft SQL Server, mySQL…)

Anforderungen an die BenutzerInnen

  • Welche Anforderungen gelten für die BenutzerInnen des Produktes?
  • Evtl. ist Spezialwissen/Zusatzausbildung nötig

Hier können auch Vergleiche gebracht werden:

  • Eine mit den Grundfunktionen des Betriebssystems (Beispiele…) vertraute Person…
  • Eine mit den Grundfunktionen von Microsoft Office vertraute Person…

9. Projektplanung

Projektphasen und Meilensteine

Projektphasen und Meilensteine lassen sich am besten grafisch darstellen. (GANTT-Chart, OpenProj, Zeitlinie usw…)

Definieren von Teilzielen

Teilziele müssen messbar sein und jeweils ein Datum haben. „Gute Ausarbeitung“ od. „Zufriedenheit“ ist nicht messbar. Zumindest alle 2 Monate (bis zum Projektende) sollte ein messbares Teilziel beschrieben sein.

Beispiele

  • 1. Oktober 20xx - Die Datenbank-Struktur sollte feststehen und getestet sein
  • 1. Mai 20xx - Die Struktur der Homepage (alle Seiten) sind fixiert und vom Auftraggeber abgenommen
  • 15. Juni 20xx - Der Menüpunkt „abc“ der Homepage ist fertiggestellt und abgenommen
  • 10. Feber 20xx - Die Homepage ist im Internet verfügbar

Auch nach Projektende könnte ein Teilziel lauten:

  • Am 1. März 20xx sollen mindestens 10 User pro Tag die neue Homepage besuchen.

Nicht-Ziele

Nicht-Ziele sind Wünsche des Auftraggebers, die nicht (jetzt) realisiert werden. (zB übersteigen die Möglichkeiten des Projektteams, würden nicht rechtzeitig fertiggestellt werden, Teil eines anderen Projekts…)

10. Kosten

Die Kosten für den gesamten Projektzeitraum sind hier möglichst detailliert anzuführen.

  • Personalkosten: Stundenanzahl x Stundensatz = Betrag
  • Fahrtkosten: [km] x Anzahl Fahrten = Betrag
  • Materialkosten: Büromaterial, Toner, Schreibutensilien, CDs…

Freigabe/Genehmigung

Das Pflichtenheft wird von beiden Seiten (Auftragnehmer und Auftraggeber) unterschrieben.

  • Datum
  • Unterschrift Auftraggeber
  • Unterschrift Auftragnehmer
die_erstellung_des_pflichtenheftes.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/18 09:13 von admin
 
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